Umgang mit der Erkrankung
Nach der Diagnose einer Alzheimer-Demenz sind Informationen und Aufklärung sehr wichtig. Je mehr Sie über die Erkrankung wissen, desto eher und aktiver können Sie die bestehenden Möglichkeiten in der Therapie ausschöpfen.
Nehmen Sie frühzeitig Hilfe an, um umfassende Informationen und Beistand zu erhalten. Neben dem betreuenden Arzt bieten in erster Linie die regionalen Selbsthilfegruppen Orientierung und professionelle Unterstützung. Auch sogenannte Memory-Kliniken, die Gedächtnissprechstunden an Kliniken, bieten Hilfe bei unterschiedlichen Fragen.
Die wichtigsten Hinweise und Informationen, die Sie nach der Diagnose Alzheimer-Demenz beachten sollten: Checkliste Diagnose Alzheimer (PDF)
TIPP: Rechtliche Fragen frühzeitig klären
Denken Sie an die Ausstellung von Vollmachten und Verfügungen, solange der Angehörige noch nicht zu stark erkrankt ist. Klären Sie diese rechtlichen Fragen frühzeitig, und lassen Sie sich dazu beraten. Unterstützung bieten Selbsthilfegruppen, Bereuungsvereine und Notare.
Die Rechtswirksamkeit der Vollmachten und Verfügungen setzt voraus, dass der Vollmachtgeber zum Zeitpunkt der Beurkundung noch über seinen freien Willen verfügt. Auch im Falle einer Demenz können bei den ersten Anzeichen leichter kognitiver Einbußen, bzw. im Anfangsstadium der Erkrankung, Vollmachten und Verfügungen noch so lange erteilt werden, wie das Denk- und Urteilsvermögen des Erkrankten noch nicht getrübt ist.
In unserem Artikel “Rechtliche Fragen nach der Diagnose” erhalten Sie weitere Informationen.
![]() |
Sicherung des Wohnumfelds
Die Belastung, die durch die Alzheimer-Demenz entsteht, kann für Angehörige und Betroffene erheblich gemindert werden, wenn man den Alltag der Betroffenen strukturiert und der Erkrankung anpasst. Häufig ist es auch sinnvoll, die Gestaltung der Wohnung zu verändern. Gefahrenquellen sollten beseitigt werden. Durch eine Beschilderung von Schubladen, Schränken oder auch Räumen finden sich Betroffene leichter zurecht. |
Hier erhalten Sie eine Liste mit Tipps für ein sicheres Wohnumfeld (PDF).
Film 2: „Tipps für ein sicheres Wohnumfeld“
In diesem Film wird erklärt, wie die Wohnungseinrichtung verändert werden kann, so dass der Betroffene sich selbständig und gefahrlos in den Räumen bewegen kann.
Auswahl eines Pflegeheims
Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Auswahl eines geeigneten Pflegeheims. Ab einem bestimmten Punkt wird es den Angehörigen unter Umständen nicht mehr möglich sein, den Betroffenen zuhause zu pflegen. Solange die Krankheit noch nicht weit fortgeschritten ist, können Sie gemeinsam Kriterien für eine Heimunterbringung ausmachen und sich geeignete Einrichtungen ansehen.
- Eigene Checkliste erstellen mit Kriterien, die im Heimalltag gewährleistet werden sollen
- Informationen über Heime in der Umgebung einholen
- Heime besichtigen und Gespräche mit der Leitung führen
- Vor- und Nachteile der Heime abwägen
Rezepte
Die folgenden Rezepte stammen aus dem Buch „Kochen für Menschen mit Demenz“. Neben leckeren Ideen für die gesunde Küche stehen hier das veränderte Essverhalten und Schluckprobleme demenzkranker Menschen im Mittelpunkt.
Für das Kochbuch wurden die Autoren Claudia Menebröcker und Jörn Rebbe mit dem Titel „Best Health and Nutrition Book in the World“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung beim Wettbewerb „Gourmand World Cookbook Awards“ gilt als „Oscar“ der Kochliteratur.
- Erbseneintopf
- Sauerbratenmousse
- Tee-Drink mit Erdbeeren
- Pfirsichmilch mit Schmelzflocken
- Milchreis
- Kartoffel Lauchsuppe
- Frühstücksgetränk
Für jeden Betroffenen ist die Diagnose Alzheimer-Demenz ein schwerer Schicksalsschlag. In dieser Zeit ist die Unterstützung durch Angehörige besonders wichtig. Doch auch die Angehörigen brauchen Trost. Weiter >>>
Video: „Körperlich fit bleiben“ (Folge 3)
Dieser Film zeigt Übungen, die für Alzheimer-Patienten konzipiert sind und helfen können, den Körper länger beweglich und fit zu halten. Die Übungen sind leicht und mit einfachen Hilfsmitteln nachzumachen.
Video: „Spielerisch geistig fit“ (Folge 4)
Die Spiele, die in diesem Film gezeigt werden, können die Koordination und das Gedächtnis von Erkrankten trainieren. Weitere einfache Übungen helfen, die Gesichtsmuskulatur beweglich zu halten. Darüber hinaus wird gezeigt, wie Angehörige mit schwierigen Situationen beim Verhalten des Betroffenen umgehen können.
Downloads
Tipps für ein sicheres Wohnumfeld (PDF)
Checkliste: Was ist nach der Diagnose der Alzheimer-Demenz zu erledigen? (PDF)




